Geschichte
Die Gasversorgung im Sopraceneri und im Vedeggio
In diesem Gebiet hatte nur die Stadt Locarno und einige daran angrenzende Gemeinden eine Gasversorgung – jedoch mit Stadtgas - welches zuerst aus Kohle, dann aus Holz und nach dem 2.. Weltkrieg aus petrochemischen Produkten erzeugt wurde.
Stadtgas wurde gegen Ende des 18-Jahrhunderts hauptsächlich für Beleuchtungszwecke verwendet.
Diese Aktivität wurde 1995 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, auch weil zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit für den Anschluss an das europäische Erdgasnetz gesehen wurde.
Überlegungen Erdgas auch ins Sopraceneri zu bringen begannen zwar schon in den 70er Jahren im Zusammenhang mit der Erdgasleitung von Holland nach Italien, welche die ganze Schweiz durchquert von Basel bis zum Grimsel Pass. Auch die Möglichkeit die Gasleitung welche für das Sottoceneri bis Lugano gebaut wurde zu verlängern wurde in den 80ern angedacht, jedoch nicht bestimmt weiterverfolgt.
Im Jahr 1995 hat dann die Gesellschaft Metanifera di Gavirate, ein Gasverteiler in der Umgebung von Varese (Italien), das Projekt durch Gründung der Gesellschaft Metanord SA gestartet. Damit begann die Projektierung und die Arbeit für den Erhalt der diversen Bewilligungen sowie die Diskussion mit verschiedenen potentiellen Partnern aus der Region.
Am 29. Juni 2005, nach einem sehr langen Verfahren, hat das Bundesamt für Energie der Metanord die Genehmigung zum Bau der Erdgashochdruckleitung erteilt.
Hauptziele des Projekts
- Gleichziehen der Region Sopraceneri mit dem Sottoceneri in Bezug auf den Energiebezugsmix.
- Eine Alternativ zur Beheizung mit Heizöl anzubieten
- Verbesserung der Infrastruktur für die Industrie und das Gewerbe
- Entscheidende Verbesserung der Umweltbelastung im Vergleich zu Heizöl
- Erhöhung der Versorgungssicherheit durch Diversifikation.

