Mit alternativen Energien

Solarenergie

Die Kombination von Erdgas und Sonne ist problemlos möglich: Sonnenwärme wird an einen Warmwasserspeicher geleitet, ein Gaskessel heizt wenn nötig auf 60°C (bakteriologisch richtige Wassertemperatur) nach. Auch die Nutzung von Solarwärme zum Heizen ist möglich, am besten in "Solar-Kombi-Speichern" mit integriertem Gas-Kondensationskessel und Wassererwärmung.


Sonnenwärme vom Dach und Erdgas, eine äusserst umweltschonende Kombination. ©erdgasplus.ch

Gas-Wärmepumpen

nutzen ebenfalls Umweltenergie. Es gibt sie als Kompressionswärmepumpe mit Gasmotor und als Absorptionswärmepumpe ("thermischer Kompressor"). Gas-Wärmepumpen können auch zum Kühlen eingesetzt werden. Sie erlauben Vorlauftemperaturen bis 75°C, was insbesondere für bakteriologisch einwandfreie Warmwassertemperaturen vorteilhaft ist (kein Nachheizen wie bei der Elektrowärmepumpe). Die Jahres-Arbeitszahlen von 1,3 - 1,5 lassen sich vergleichen mit 2,6 - 3 bei der Elektrowärmepumpe, wenn man die Gewichtung des Stroms mit Faktor 2 (Minergie-Standard) einbezieht.

Biogas (aus der Landwirtschaft oder aus Kläranlagen)

Biogas ist ein idealer, umweltschonender Treibstoff. Der über das Gasnetz zu den Tankstellen transportiert wird. Vor der Einspeisung in das Netz ist das Biogas auf Erdgasqualität aufzubereiten.

Biogas unterscheidet sich chemisch praktisch nicht von Erdgas und kann daher auch für Heizzwecke verwendet werden.

Genauso wie das Stromnetz neben Strom aus Kernenergie auch Strom aus Kleinwasserkraftwerken, Solarzellen oder Windkraftanlagen verteilen kann, kann das Erdgasnetz zum Verteilen von Biogas dienen. Schon an vielen Orten der Deutschschweiz (Luzern, Winterthur, Zürich, Bern, Basel) wird diese erneuerbare Energie aus Kläranlagen oder aus landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen.

Die Produktion und der Verbrauh von Biogas decken sich nicht tages- und jahreszeitlich oft nicht. Erdgas und sein Netz kann hierbei als Ausgleichsmechanismus dienen.

Das Erdgasnetz hilft damit entscheidend zur Verteilung dieser erneuerbaren Energie mit und erlaubt zudem die Produktion von „erneuerbarem“ Strom und Wärme an Orten an denen auch die Wärme genutzt werden kann.


Biogasproduktionsstätte

Holzhackschnitzel und Pellets

Erdgas wird häufig als Ersatzbrennstoff (umweltfreundlicher als Heizöl)  in mittleren bis grossen Anlagen für die Sicherstellung der Wärmelieferung eingesetzt, für eine schnellere Anfahrphase, in Zeiten mit geringem Wärembedarf in der der Holzkessel eine geringe Effizienz hätte.

Durch Nachverbrennung der Abgase aus der Holzverbrennung mit Erdgas können die Stickoxide und die Feinstoffbestandteile zudem reduziert werden.